Wenn einem die Shoppinglust vergeht

Im Allgemeinen gehen die Menschen gerne einkaufen. Viele tun dies sogar, wenn sie eigentlich gar nichts brauchen, sondern um sich durch den Kauf eines bestimmten Produkts für etwas selbst zu belohnen.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass beim Kauf schöner Dinge wie Schmuck, Schuhe, Spielzeug, Unterhaltungselektronik aber auch von Dekoartikeln und Plissees, ebenso viele Glückshormone ausgeschüttet werden, wie beim Sex oder beim Verzehr von Schokolade.

Es gibt jedoch auch Situationen, wo das Shoppen keinen Spaß mehr macht, weil einem das Gedränge um die Weihnachtszeit in den Geschäften einfach zu viel wird, oder auch, weil man nicht in allen Geschäften eine Toilette finden kann. Davon sind vor allem viele Frauen und auch einige Männer mit Blasenschwäche betroffen, die deshalb schon seit Jahren nur noch das nötigste kaufen und auf einen ausgiebigen Shoppingbummel verzichten. Einige Zentren für Blasenschwäche in Berlin setzen sich deshalb für ein engeres Netz öffentlicher Toiletten bzw. die Einrichtung von Kundentoiletten nicht nur in Einkaufscentern oder in der Gastronomie, sondern auch in kleineren Boutiquen ein.

Dadurch brauche niemand seinen Einkaufsbummel zu unterbrechen, nur weil er eine Toilette suchen müsse, was selbst in vielen Großstädten gar nicht so einfach ist. Es ist schon verwunderlich, dass wir als moderne Gesellschaft mit einem Überangebot an Waren, modernen Zahlmethoden wie die Kreditkarten oder EC-Cash Bezahlung es nicht fertig bringen, dieses ganz einfache und natürliche Bedürfnis zufriedenstellen zu können. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass man darüber nicht gerne redet und so der große Bedarf nicht festgestellt werden kann. Das wollen wir mit diesem Beitrag ändern und hoffen, dass in Zukunft niemandem mehr aufgrund einer drückenden Blase die Shoppinglust vergeht.

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